Anke frägt: Treffen sich zwei Frauen...

…und sprechen über Finanzberatung und Autofahren. Falls Sie jetzt einen Witz erwarten, muss ich Sie enttäuschen. In diesem Gespräch geht es um Strategie von erfolgreichen Finanzanlagen. Und was Autofahren damit zu tun hat, erfahren Sie später.

Ein Gespräch mit Thiphaphone Sananikone, von Sananikone Investments GmbH.

 

VDH: „Frau Sananikone, Sie sind seit dreißig Jahren erfolgreich in der Finanzdienstleistungsbranche unterwegs. Sie sind seit jeher, wie es so schön heißt, kundenzentriert. Das Wort „Coach“ meiden Sie wie der Teufel das Weihwasser, warum?“

TS: „Coach ist inzwischen mehr als ein inflationärer Begriff. Provisionsberater der Branche verkaufen unter der Maske „Coach“ ihre Produkte. Und das hat mit meiner Tätigkeit absolut nichts zu tun. Damit es zu keinen Verwechselungen oder zu Missverständnissen kommt, verzichte ich auf die Bezeichnung „Coach“.

VDH: „Und wie bezeichnen Sie Ihre beratende Tätigkeit griffig in einem Wort?“

TS: „Ganz einfach: Mentor. Ich bin ein Mentor für meine Kunden.“

VDH: „Was unterscheidet einen Mentor von einem Coach?“

TS: „Ein Mentor ist mehr auf der Beziehungsebene, als auf der Aufgabenebene unterwegs. Das Ziel eines Mentors ist es, eine tiefe Vertrauensebene mit seinem Klienten zu entwickeln. Der Mentor ermöglicht dem Klienten ein langfristiges Wachstum. Offenheit und Ehrlichkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen. Sowohl für den eigenen Seelenfrieden als auch für eine erfolgreiche Beratung.“

VDH: „Wie setzen Sie dieses Prinzip in ihrer täglichen Arbeit um und ein?“

TS: „Meine erste Frage an einen Kunden lautet immer: Was ist die Vision in Deinem Leben? Wie heißt Dein Herzensprojekt? Kann er mir diese Frage beantworten, beschäftigen wir uns damit, wie wir das Projekt verwirklichen. Das schließt sowohl die finanzielle als auch die emotionale Ebene ein.“

VDH: „Also eine Vision in konkrete Ziele herunter brechen, um sie in einen zeitlichen und finanziellen Kontext zu setzen?“

TS: „Ja, genau. Sie können sich das ungefähr so vorstellen: Sie sind im Auto auf einer 4-spurigen Autobahn unterwegs. Allerdings wissen Sie gar nicht, wo die Reise hingehen soll. Ein Navi oder einen Beifahrer haben Sie auch nicht. Also fahren Sie verhalten und bleiben sicherheitshalber auf der rechten Spur. Weil Ihnen die Orientierung fehlt.

Ganz anders, wenn Sie Ihr Ziel kennen. Und Sie noch jemanden bei sich haben, der Ihnen den Weg zum Ziel zeigt. Dann werden Sie wohl mit Vollgas auf der linken Spur unterwegs sein!“

VDH: „Sie sind dann, um in dem Bild zu bleiben, das Navi für Ihre Kunden?“

TS lacht: „Eher der ortskundige Beifahrer. Schließlich bin ich ein menschliches Wesen. Der Kunde kann übrigens während unserer gemeinsamen Fahrt rechts ranfahren. Und mich rausschmeißen, wenn er meint, dass er mich nicht mehr braucht.“

VDH: „Ist das schon mal vorgekommen“.

TS: „Bisher noch nicht.“

VDH: „Wie haben Sie das geschafft?“

TS: „Ich bin ein Zahlenmensch. Ein Zahlenmensch mit Herz. Oder anders gesagt: Finanzielle und emotionale Freiheit gehören zusammen. Weder die Börse noch das Leben verlaufen linear. Diese Erkenntnis hilft gerade in Krisenzeiten, die eigene emotionale Stabilität zu bewahren. Und das vermittle ich meinen Kunden.“

VDH: „Können Sie uns zum Abschluss Ihre Kernaussage in einem Satz vermitteln?“

TS: „Das wichtigste Projekt in Deinem Leben ist Dein Leben!“

VDH: „Vielen herzlichen Dank für Ihre Zeit und das inspirierende Gespräch. Weiterhin viel Erfolg als Mentorin und Honorarberaterin.“

Das Gespräch für den VDH führte Anke Schiller.

Feedback, Kritik und Anregungen sind herzlich willkommen unter: a.schiller@vdh24.de

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