Die Auswirkungen der Zinspolitik in USA und Deutschland auf die Rentenmärkte

Nach steigenden Zinsen in den USA könnte nun auch ein deutlicher Anstieg der Zinsen in Deutschland kommen und den Rentenmarkt belasten. Selbst der Notenbankpräsident Jean-Claude Trichet hat nun, angesichts realer Preisrisiken und für Fachleute unmissverständlich, eine baldige Erhöhung der Zinsen angekündigt, die schon im April erfolgen könnte.

Beobachter gehen davon aus, dass der Leitzins der EZB schrittweise in den nächsten zwölf Monaten auf ein Zins Niveau von bis zu 2,0 Prozentpunkten ansteigen könnte. Diese Entwicklung der Zinsen würde das Ende historisch niedriger Leitzinsen bedeuten. Damit ist die EZB der amerikanischen Notenbank um einen (Zins) Schritt voraus.  Im Gegensatz zur EZB, deren Ziel die wirksame Bekämpfung der Inflation ist, geht es der amerikanischen Notenbank (FED) zwar auch um die Bekämpfung inflationärer Tendenzen, aber ein signifikanter Schwerpunkt liegt ebenso auf der Unterstützung der amerikanischen Wirtschaft.

Trotz der Verbesserung der amerikanischen Konjunktur gilt der Fokus der Anstrengungen der Unterstützung des US- amerikanischen Arbeitsmarktes. Erst eine auffällige Verbesserung der dortigen Beschäftigungssituation, könnte die FED zu einer Erhöhung der Zinsen veranlassen.  Die Aussicht einer kommenden Zinserhöhung hat zu einem deutlichen Renditeanstieg am Rentenmarkt geführt. Umfasst dieser Anstieg auch alle Laufzeiten, so ist gerade die Rendite bei Anleihen mit einer kurzen Laufzeit etwas höher gestiegen, als bei Papieren mit längeren Laufzeiten. Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren konnten Renditen in Höhe von 3,3 Prozent verzeichnen.  Der Euro setzte seinen Anstieg in Relation zum Greenback (so wird die amerikanische Währung genannt) fort und erreichte einen Stand von knapp 1,40 US- Dollar und hat damit sein tiefstes Niveau vom Januar 2011 um etwa 8,5 Prozent aufgeholt.   

Warum Sie gerade jetzt einen unabhängigen Vermögensberater konsultieren sollten

Immer, wenn sich besondere Anzeichen, wie in diesem Fall steigende Zinsen, am Markthorizont zeigen, ist der Gang zu einem unabhängigen Fachmann, der auf Honorarbasis arbeitet, die beste Wahl. Denn dass die Zinsen steigen, ist nicht das Problem. Dieses liegt vielmehr in dem Tempo, mit dem dies geschieht. Denn wenn es zu einem "Rentencrash" kommt, könnte das für Ihre Anleihen schlimme Folgen haben.

Ein solcher Crash führt bei bereits getätigten Investitionen zu Kursrückgängen, die Sie durch rechtzeitige Verkäufe vermeiden könnten. Wenn nämlich die Renditen der Rentenanleihen steigen, dann sinken parallel dazu die Kurse am Anleihenmarkt. Eine Umschichtung bereits bestehender Investments in andere Anlagen sollten Sie also gerade jetzt mit einem unabhängigen Vermögensberater zügig besprechen, denn es empfiehlt sich, die Risiken im Depot durch eine Übergewichtung von Rentenanteilen schnellstens ab zu bauen. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Auswirkungen der Zinspolitik und die prognostizierte Zinsentwicklung in USA und Deutschland auf die Rentenmärkte für den Anleger zur Konsequenzen in der eigenen Vermögensstruktur führen sollte.


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