Honorarberatung bedeutet einen Verbraucher in die Lage zu versetzen in finanziellen Angelegenheiten eine eigenständige Entscheidung zu treffen.

 

Finanzberatung in Deutschland

Provisionsberater

  • Makler
  • Einfirmenvertreter
  • Finanzanlagenvermittler
  • Banken
  • Strukturvertriebe

Die traditionelle Finanzberatung in Deutschland ist provisionsbasiert. Das bedeutet, der Verbraucher sitzt einem Berater gegenüber, der nur eine Vergütung erhält, wenn ein Finanzprodukt verkauft wurde. Diese Form der Finanzberatung ist geprägt von einem Interessenkonflikt des Vermittlers – egal ob es sich dabei um einen Vermittler einer Bank oder um einen freien Finanzberater handelt. Diese provisionsbasierte Form der Finanzberatung sollte besser Produktverkauf genannt werden. Sie ist für den Verbraucher intransparent und häufig teuer. Denn die in Produkten einkalkulierten Provisionen sind meist nur im Kleingedruckten zu finden und selbst hier verklausuliert dargestellt.

Traditionelle Finanzberatung ist Produktverkauf!


Honorarvermittler

  • Makler
  • Finanzanlagenvermittler
  • teilweise Banken

Eine weitere Form der Finanzberatung hat sich in den letzten Jahren durch die immer mehr im Markt auftauchenden Honorartarife herausgebildet. Honorar- oder Nettotarife sind Produktlösungen, die keine Provisionen einkalkuliert haben. Diese werden vom Vermittler/Verkäufer oft unter dem Deckmantel der unabhängigen Honorarberatung angeboten. Für den Verbraucher ändert sich im Vergleich zum klassischen Produktverkauf auf Provisionsbasis sehr oft nichts. Das Ziel des Vermittlers ist es, ein Produkt in Kombination mit einer Honorarvereinbarung für die Vermittlung "zu verkaufen". Meist werden zusätzliche Vereinbarungen geschlossen, die die Finanzierung des Honorars beinhalten. Diese Form des Honorars stellt lediglich ein Surrogat zur Provision dar und ist oft bis zu 7-8 % doppelt so hoch wie bei Provisionsverträgen.

Honorarvermittlung ist Produktverkauf!


Honorarberater

  • nur gesetzlich regulierte und registrierte Berater
  • nach §34e Versicherungberater/-in,
  • §34h Honorar-Finanzanlagenberater/-in,
  • Honorar-Anlageberater/-in (BaFin)

Buchtipp: Honorar statt Provision - Warum sich Vertrauen in Honorarberatung auszahlt

Weitere Informationen


Wegweiser Finanzberatung - welche Typen gibt es?
Webseite des Institut für Finanzdienstleistungen e.V.

Weitere Informationen

 

 

Bei der produkt- und provisionsunabhängigen Beratung stellt der Berater "nur" seine Zeit und sein Know-how in Rechnung – unabhängig davon, welche Produkte und Leistungen dem Kunden als beste Lösung empfohlen werden sollten. Die Honorarberatung gilt bei der Bundesregierung und Verbraucherorganisationen als die fairste und transparenteste Form der Finanzberatung. Denn sollte es zu Empfehlungen für Finanzprodukte kommen, so ist der Berater verpflichtet, ungemindert und unverzüglich sämtliche Vergütungen von Dritten dem Kunden auszukehren / zu erstatten. Die Honorarberatung ist seit 01.08.2014 durch das Honorar-Anlageberatergesetz gesetzlich geregelt. 

Doch Vorsicht: Der Bezeichnung "Honorarberater" ist nicht geschützt. Die geschützten Berufsbezeichnungen lauten:

  • Honorar-Finanzanlageberater/-in
    (GewO §34h)
  • Honorar-Anlageberater/-in
    (Honorar-Anlageberaterregister der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)

Gesetzlich regulierte Honorarberatung gibt es nur bei Honorar-Finanzanlageberater/-innen und Honorar-Anlageberater/-innen.

Prüfen Sie Ihren Berater in den jeweiligen Registern der Industrie- und Handelskammern (www.vermittlerregister.org) bzw. bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin www.bafin.de ) im Honorar-Anlageberaterregister

Honorarberatung ist eine Dienstleistung neutraler Berater, bei der ausschließlich das Know-how und der Zeitaufwand vergütet werden. Sie beruht auf völliger Transparenz und der Ablehnung jeglicher offener und versteckter Vergütungen durch Dritte und verfolgt die nachhaltige Betreuung von Mandanten in deren ausschließlichem Interesse.