09.02.2013

Strategische-Asset-Allocation-Fonds: Niemand braucht mehr Fonds, aber diese unbedingt!

Drei Fonds für die gesamte Asset-Allocation - wissenschaftlicher Ansatz für erfolgreiche Investmentstrategien

Lege niemals alle Eier in einen Korb.Hinter dieser simplen Aussage steht eine komplizierte Wissenschaft, für die Harry Markowitz 1990 den Nobelpreis erhielt: die Strategische Asset Allocation. Mit den drei Fonds Securus, Procedo und Equitas der dänischen Fondsgesellschaft Sparinvest wird diese Wissenschaft auf eine einzigartige Art und Weise investierbar gemacht.

Ihr Ziel ist es, die maximal mögliche Rendite für jedes Risikoprofil zu erwirtschaften. Die Aktienkomponente der Fonds verfolgt eine Strategie, die Sparinvest entwickelt hat. Diese trägt den drei Style-Faktoren Rechnung, die für die langfristige Outperformance des Marktes verantwortlich sind: Value, Small Cap und Momentum.

Die drei Fonds Securus (LU0387278939), Procedo (LU0387278004) und Equitas (LU0362354895) werden nach den Prinzipien der Strategischen Asset Allocation (SAA) gemanagt. Sie können sowohl in den Fondsgebundenen Rentenversicherungen des VDH, als auch direkt über die für Honorarberater VDH zugänglichen Depotbanken erworben werden.

Im Sinne der Strategischen Asset Allocation ist es das Ziel der drei Fonds, das Verhältnis von Risiko und Rendite zu optimieren. Jeder der drei Fonds investiert in mehr als 1.000 Wertpapiere. "Ein so hoher Grad an Diversifikation kann gewöhnlich nur von Anlegern mit sehr, sehr viel Anlagekapital erzielt werden", sagt Jan Stig Rasmussen, CEO Sparinvest S.A., Luxemburg. "Mit unseren Fonds können Anleger schon bei einem monatlichen Sparplan eine Allokation erzielen, mit der sie in jeder Marktphase investiert bleiben können."

Die Fonds unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Aufteilung in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere. Dementsprechend eignen sie sich für Anleger mit unterschiedlichem Anlagehorizont und Risikoprofil. Der Clou: Durch die Kombination von zwei Fonds kann eine perfekte Asset Allocation für jedes Risikoprofil und jeden Anlagehorizont erzielt werden. Berater müssen damit nicht in viele Index- oder ETF-Fonds investieren, sondern können mit wenig Aufwand das Ziel der strategischen Asset-Allocation auf wissenschaftlich basierenden Erkenntnissen umsetzen. Vergleichbar sind diese Lösungen etwa mit Strategien von Dimensional, wo ein ähnliches Konzept mit Indexfonds vertreten wird.

  • Securus ist die sicherheitsorientierte Variante. Er investiert zu 75 Prozent in festverzinsliche Wertpapiere und zu 25 Prozent in Aktien. Der Fonds eignet sich für Anleger mit einem Anlagehorizont von etwa drei bis fünf Jahren und einer geringen Risikotoleranz. (Verwaltungsgebühr 0,5% p.a.)
  • Procedo ist die ausgewogene Variante. Er investiert zu 35 Prozent in festverzinsliche Wertpapiere und zu 65 Prozent in Aktien. Der Fonds eignet sich für Anleger mit einem Anlagehorizont von etwa zehn Jahren und einer mittleren Risikotoleranz. (Verwaltungsgebühr 0,65% p.a.)
  • Equitas ist die aggressive Variante. Er investiert zu 100 Prozent in Aktien und eignet sich für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont von zehn oder mehr Jahren und einer hohen Risikotoleranz.(Verwaltungsgebühr 0,80% p.a.)

Grundsteine für eine erfolgreiche Strategische Asset Allocation

Für eine erfolgreiche Strategische Asset Allocation werden vier grundsätzliche Anforderungen erforderlich:

  1. Kontinuität: Unabhängig von den Marktbewegungen müssen Investments beständig gehalten werden.
  2. Diversifikation: Das Kapital muss auf ein breites Spektrum von Anlageklassen gestreut werden.
  3. Strategie: Das Portfolio muss strategisch unter der Berücksichtigung von Korrelationen und Risikoschwankungen zusammengestellt werden.
  4. Überschussrenditen: Der Investmentstil muss darauf ausgerichtet sein, Renditen zu erzielen, die über dem Geldmarktsatz liegen.

Um Letzteres zu erzielen, hat Sparinvest akademische Studien ausgewertet. Das Ergebnis ist eine entwickelte Investmentstrategie, die sowohl den Anlageprozess im Aktienbereich als auch im Rentenbereich optimiert. Dabei haben die Dänen drei Faktoren herauskristallisiert, die historisch gesehen für Überrenditen verantwortlich waren.

"Vielfach wird die Out- oder Underperformance eines Fonds, das so genannte Alpha, dem Geschick beziehungsweise Missgeschick seines Fondsmanagers zugeschrieben", sagt der Leiter des Investment-Komitees bei Sparinvest und Manager von zwei der beiden SAA-Fonds. "Ich zweifle allerdings daran, dass die Outperformance tatsächlich durch das Können des Managers erklärt werden kann. Schließlich haben akademische Studien bereits gezeigt, dass es die Style-Faktoren sind, die langfristig für eine Unter- oder Überrendite verantwortlich sind. Und genau auf diese Faktoren konzentrieren wir uns: Value, Small Cap und Momentum-Aktien."

Der Investmentprozess: ein aktives Quantmodell

Ziel des Investmentprozesses im Aktienbereich ist demnach eine Übergewichtung in substanzstarke Unternehmen, in Nebenwerte und in Titel mit starkem Kurswachstum (Momentum). Dazu wendet Sparinvest ein "aktives Quantmodell" an. Der Prozess besteht aus einem dreidimensionalen Filterprozess, bei dem das Universum des MSCI Welt in einzelne Komponenten zerlegt wird.

Der erste Filter ist Größe. Dafür wird das MSCI Aktien-Universum in 13 einzelne Indizes aufgeteilt. Entscheidende Kriterien hierfür: geographische Lage und Marktkapitalisierung. Jeder der 13 Indizes wird im nächsten Schritt noch zweifach sortiert. Im Ergebnis werden so die besten Value-Werte und die stärksten Momentum-Gewinner identifiziert. Die regionale Allokation wird auf Basis der bekannten Korrelationen zwischen den verschiedenen Märkten getroffen. Dabei wird berücksichtig, dass der Fonds für europäische Investoren konzipiert ist.

"Der Prozess ist quasi eine Mixtur aus Finanzwissenschaft und Investment-Konstruktion. Der akademische Beweis lässt keine Zweifel. Die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zeigen, dass dieser Investmentansatz die erfolgreichsten Komponenten vereint.

Rentenseitig investieren die SAA-Fonds in europäische Staatsanleihen mit langer und kurzer durchschnittlicher Bindungsdauer (Duration), Unternehmensanleihen und Schwellenländer-Anleihen. In den Bereichen der hochverzinslichen Anleihen und der Schwellenländer filtert Sparinvest Papiere von kleineren Unternehmen heraus, die starke Bilanzen und einen niedrigen Schuldenstand aufweisen. Wie auch im Aktienbereich reduzieren diese Faktoren das Risiko. Das Ergebnis ist folgende Kombination der Anlagestile:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Unsere Fondsreihe ist das konzeptionell überzeugendste Publikumsprodukt, das derzeit am europäischen Markt erhältlich ist", sagt Sparinvest-Chef Rasmussen. "Wir sind uns allerdings darüber im Klaren, dass es bei vielen Anlegern dauern wird, bis wir sie davon überzeugen können, dass Fonds, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, auch zufriedenstellende Renditen erzielen - und zwar mit einer deutlich geringeren Volatilität.

Denn obwohl wissenschaftlich belegt ist, dass sich die Strategie "kaufen und solange wie möglich halten" bezahlt macht, bewirbt die Investmentindustrie immer wieder die heißesten Trends und exotischsten Märkte mit dem Motto: Hier ist das schnelle Geld zu machen. Heiß und exotisch sind allerdings Attribute, die auf unserer SAA-Fonds nicht zutreffen. Dafür bestechen sie durch eine konstante Rendite und eine deutlich geringere Volatilität."

Der wissenschaftliche Hintergrund

Den Grundstein für die Strategische Asset Allocation legten die beiden amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Harry Markowitz und William Sharpe. Beide kamen bei ihren wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Ergebnis, dass der effektivste Weg, das Investmentrisiko zu minimieren, die Diversifikation ist. Also auf systematische Weise in ein möglichst breites Spektrum von Anlagen zu investieren. Dabei gilt es, Anlageklassen zu kombinieren, die nach Möglichkeit kaum oder gar nicht miteinander korrelieren. Das bedeutet, in Ihrer Wertentwicklung reagieren sie völlig unterschiedlich auf verschiedene Markt- und Wirtschaftssituationen. Denn dann begrenzen sie gegenseitig ihre Risiken, ohne dabei die Rendite zu schmälern. Weiterer Vorteil: Egal wie sich die Märkte bewegen, der Anleger kann an seinen Investments festhalten.

Die strategische Allokation der Assetklassen erklärt über 90 Prozent der Wertentwicklungen eines Portfolios. Durch das Herauspicken einzelner Werte lassen sich hingegen nur weniger als fünf Prozent erklären, durch die taktische Asset Allocation sogar weniger als zwei Prozent. In anderen Worten: Einzig die Entscheidung über die Kombination der einzelnen Assetklassen zählt, Einzeltitelauswahl und Market Timing-Versuche sind unerheblich.

Video zur Strategischen Asset Allocation - Prof. Marc-Oliver Rieger, Universität Trier

 




Die Strategien sind auch innerhalb der Fondspolicen des VDH (ARAG; myIndex) erhältlich. Die institutionellen Tranchen stehen den VDH Honorarberatern exklusiv zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie auch in der beigefügten Broschüre zum Download.

20090427_strategy_saa_ger.pdf (624.68 KBytes)